Unser Programm:

Welpenspielstunde:(bis ca. 9.Monat)

-Sozialisierung der Welpen mit Hunden jeden Alters u. Rasse

 -"Die unsichtbare Leine "-Der Aufbau der Bindung zw. Mensch und Hund auf der Basis von Verständnis und Vertrauen

-Bewältigung von Alltagssituationen der Welpen wie Stubenreinheit, Alleinbleiben, Hund im Auto, beim Tierarzt

-Gewöhnung an Alltagssituationen (Bus-,Zugfahren, Einkaufszentrum, grössere Menschenmengen,Tierpark, Biergarten usw.)

-Gewöhnung an Geräusche und Gegenstände (Gewitter, Fahrrad, Kinderwagen)

-Einführung der Grundkommandos:"Komm","Sitz","Platz","Fuß", "Bleib"

-"Wer geht mit wem spazieren?"-Die Leinenführigkeit

 Junghundestunde: (ab ca. 7. Monat-ca. 2 Jahre)

-Junghunde = pubertierende Jugendliche - konsequent Konflikte lösen

-Sozialisierung "pubertierender" Hunde mit Artgenossen verschiedenen Alters und Rassen

-Festigung der Grundkommandos:"Komm","Sitz","Platz",Fuß", "Bleib"

-Gehorsam in nichtalltäglichen Situationen 

-Der unerwünschte Jagdtrieb

-Gewöhnung und Festigung der Alltagsituationen, Geräusche und Gegenstände (siehe Welpentraining) 

Hunde die an den Junghundstunden teilnehmen, sollten schon gut sozialisiert sein, ansonsten empfehlen wir zunächst ein Sozialisationstraining.

Erwachsengruppe:  (ab ca.2 Jahre)

-vom "Gesellen" zum "Meister"- Perfektion der Grundkommandos

-Sozialisation als Gundlage einer artgerechten Haltung

-Fährtenarbeit,Dummytraining,Agillity

-Training und Festigung der Alltagssituationen

Einzelstunde als Intensivtraining oder Sozialisierungstraining+Gehorsam/Anti-Angsttraining:

Wenn Hunde z.B. "ausstellungsfit" gemacht werden müssen oder für eine bestimmte Arbeit vorbereitet werden sollen, ist ein Einzeltraining am besten. 

Für manche Hunde ist es effektiver mit einem Einzeltraining zu starten, weil sie sich nicht mit anderen Hunden vertragen. Ursachen sind in diesem Fall oft mangelnde Sozialisation, schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden aber meist auch ein unklare Rangordnung zwischen Mensch und Hund. Hier führt zunächst nur ein persönlich auf den Hund und Mensch zugeschnittenes Training zum Erfolg. Eine Gruppenstunde würde den Hund nur noch mehr blockieren und die Aggression erhöhen. 

Ähnlich verhält es sich bei Angsthunden ,traumatisierten Hunden, Hunden die kürzlich aus dem Tierheim gekommen sind und noch "Startschwierigkeiten" haben . Hier ist sehr viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Zeit erforderlich.

Wer ist Lani?

Lani noch in Spanien  http://podenco-in-not.de

Lani ist eine kleine Podencomix-Hündin, die im September 2005 aus Spanien über den Verein "Podenco in Not" zu mir und meiner Familie  nach Wunschwitz zog. Sie war eine etwa 1-jährige, verwilderte, unsozialisierte, ängstliche Hündin mit einem podencotypisch hohen Jagdtrieb. Sie kannte weder das Leben in geschlossenen Räumen, noch Geräusche von Haushaltgeräten. Von Trockenfutter bekam sie Durchfall, da sie sich wahrscheinlich hauptsächlich von Mäusen ernährt hatte. Wir wußten vorher, welche Probleme auf uns zukommen können und hatten uns vorher überlegt, wie wir darauf reagieren , aber die Realität sieht dann meistens noch ganz anders aus. Manchmal sind Probleme aber auch neue Möglichkeiten und Probleme sind da, um sie zu lösen. Es war einfach alles anders als bei meiner vorhergehenden Hundegeneration, einer Schäferhündin und einem Labrador. Mir war klar, daß ich alles vergessen konnte, was ich bisher über Hundeerziehung wußte. Es galt einen eigenen Weg zu gehen, um einen Zugang zu Lani zu finden. Lani hat mittlerweile ihre Ängste abgelegt, man merkt es nur noch gelegentlich, sie ist ein wunderbarer Wohnungshund geworden, sie kann abgeleint werden und der Jagdtrieb hält sich in Grenzen. Ich lerne heute noch jeden Tag von Lani und hoffe, daß es immer so bleibt! Neu war für mich , daß auch die bekannten  Rassen (die ja vor Lani auch bei mir wohnten) ebenfalls sehr davon profitierten. Was war anders? Meine Schäferhündin und meinen Labrador hatte ich auch über alles geliebt? Anders war, daß meine Hunde mein Leben mitgelebt hatten und unsere gezüchteten Rassen ja so flexibel sind, daß sie sich darauf einstellen können. Aber machen Sie das mal mit einem verwilderten Hund vom Urtyp, der seit Jahrtausenden einzig und allein nach seinem Jagdtrieb selektiert wird, wo Familientauglichkeit, Wachsamkeit oder Unterordnung eher eine nebensächliche Rolle gespielt haben? Ich mußte mein Leben teilen, nach dem Motto, welche Bedürfnisse hast du, welche Bedürfnisse habe ich, tust du was für mich , tue ich was für dich. Meines Erachtens ist es nichts neues, sondern die urprünglichste Hundeerziehung, seit sich der Wolf dem Menschen angeschlossen hat.  

                                            

Gemeinsam einen Weg gehen...

Ich sehe in einem guten Hundetraining nicht den schnellen Erfolg, nach dem Motto: " In 4 Wochen zum perfekten Hund +Erfolgsgarantie". Schnelle Problemlösungen ziehen manchmal neue Probleme nach sich, einfach weil nur die "Symthome" bekämpft  und nicht an der Ursache gearbeitet wurde. Gute Hundeerziehung ist ein gemeinsamer Weg zu einer harmonischen Hund/Mensch-Bindung. Es bedeutet viel Arbeit zwischen Mensch und Hund. Ein Weg sind nicht wenige Schritte, mit wenigen Schritten bleibt man auf der Strecke. Ein Weg ist manchmal mühsam, man zweifelt und sucht und wenn man zurückschaut und sieht, wie weit man gekommen ist, kann man stolz sein, aber der Weg geht dennoch weiter. Menschen, wie Hunde lernen lebenslang und nicht nur in der "Schulzeit". Wenn Sie bereits längere Zeit mit Hunden zusammenleben, werden Sie feststellen, daß ihr Hund immer neue Verhaltensweisen zeigt, und Sie sich fragen woher das kommt, noch nie hat er das getan. Wenn Sie gelernt haben, sofort richtig zu reagieren, kann sich unerwünschtes Verhalten gar nicht erst festigen. Es muß trainiert werden und ist oft für uns Menschen schwieriger, als wir uns selbst eingestehen würden. Um miteinander leben und arbeiten zu können, müssen Sie eine gemeinsame Sprache sprechen, d.h. beispielsweise Ihr Hund deutet Ihre Signale/Körpersprache und sendet Signale aus und Sie verstehen Ihren Hund und können Ihm mitteilen, was Sie von Ihm erwarten. Sie können davon ausgehen, daß Ihr Hund diese Disziplin von vornherein besser beherrscht, als sein Mensch!     

Unser Training:

Zu Beginn meines Trainings führe ich eine Einzelberatung mit Ihrem Hund durch. Schön ist es, wenn Sie sich schon vorher Gedanken machen, wo der "Schuh zwickt" und mir Ihre Wünsche äussern. Ich entscheide dann, in Abstimmung mit Ihnen ,wie ich weiter verfahre.     

Mein Ziel ist es, die Ursachen der Probleme zu erkennen und gezielt an der Beseitigung der Fehlerquellen zu arbeiten. Nach meiner Erfahrung liegen die häufigsten Probleme in der Mensch/Hund-Beziehung in einer unklaren Rangfolge, der Vertrauensbildung und einer nicht gefestigten Bindung, auch wenn Sie es vielleicht nicht so empfinden. Ihr Hund freut sich ja schließlich immer über Sie, wenn Sie nach Hause kommen und Ihre Hund ist Ihr ein und alles ! Aber so einfach ist eben aus der Sicht des Hundes nicht.

Ein weiteres Problem ist oft eine mangelnde Sozialisation mit anderen Hunden. Ohne gute Sozialisation ist kein verlässlicher Grundgehorsam  möglich. Es ist auch eine Frage der artgerechten Haltung, daß Ihr Hund Kontakt zu anderen Hunden haben darf oder die Kommunikation mit anderen Hunden lernt. Ich lege daher großen Wert darauf, daß die Hunde während der Stunde im Rudel spielen und kommunizieren können.     

                                 

Was bestimmt den Erfolg des Trainings?

Unsere Trainingsmethode beruht auf dem Prinzip der positiven Bestärkung und der Kommunikation mit dem Hund. Entscheidender Faktor für den Erfolg ist, daß Sie zu Hause nach dem gleiche Prinzip weiter üben. Es bringt nichts, wenn wir beispielsweise die Leinenführigkeit in der Hundeschule nach unserer Methode üben und zu Hause wird mit Leinenruck weitergemacht. Konsequenz ist alles! Was Sie einmal als Regel aufgestellt haben, ist ab sofort immer so. Das gilt für Mensch und Hund! Sicherlich erfordert das eine Menge Disziplin und doch wird es das Leben mit ihrem Hund ungemein erleichtern. Üben Sie täglich kurz mit dem Hund und flechten Sie kleine Übungen in den  gewohnten Tagesablauf ein. Üben  Sie lieber täglich 10 Minuten über den Tag verteilt oder beim Hundespaziergang, als einmal wöchentlich 1 Stunde. Beobachten Sie sich und Ihren Hund. Wie verändert das Training Ihr tägliches Leben? Wenn Sie für sich und ihren Hund ein gutes Gefühl bei der Sache haben, liegen Sie meist nicht ganz so falsch.                   

      

Ein paar Gedanken zum Schluß... 

an meinen über alles geliebten Labrador Tequila

Mir fällt bei Spaziergängen mit Hundefreunden immer wieder auf, daß diese oft über Ihre verstorbenen  Hunde sprechen und eigentlich ist es dann so, als wären die Hunde nur zu Hause geblieben, aber sie sind da, mitten unter uns auf unseren Spaziergängen, ohne körperlich anwesend zu sein. Sie haben wohl die seltsame Gabe, so lange zu leben bis wir selbst irgendwann gehen, durch ihr einzigartiges Wesen, wenn wir sie nur an unserem Dasein teilhaben lassen.    

Antje Leutert