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...........................Der Junghund...................................

Während der Welpenzeit ist vieles, bis auf die Stubenreinheit, noch sehr einfach. Die Welpen sind gut "händelbar", folgen meist auf Schritt und Tritt und sind beeindruckt über die meisten Grenzen, die man setzt und von der neuen Welt, die auf sie einstürmt.

 

Im Alter von ca. 5 Monaten, mit dem Zahnwechsel, werden Sie merken, daß das Hundebaby geschickter und selbständiger wird und häufiger Ihre Ansagen hinterfragt.

 

Diese Phase nennt man juvenile Phase, Jugendentwicklung oder Adoleszenz ( lat. adolescentia, Jugend) . Die Adoleszenz beginnt mit dem 5. Monat und endet ca. mit dem 24.- ca. 30. Lebensmonat, abhängig von der Rasse.

 

Ein Teil dieser Phase ist die Pubertät, die Zeit vom ca. 6. - 12. Lebensmonat. In der Pubertät entwickeln sich die Geschlechtsorgane und diese Phase endet mit Erreichen der Geschlechtsreife. Gleichzeitig steigt der Spiegel der Geschlechtshormone stark an und die sekundären Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, verantwortlich für die Läufigkeit der Hündin und Testosteron, das in den Hoden der Rüden produziert wird, sorgen dafür, das sich die sekundären Geschlechtsmerkmale ausbilden können. 

 

Während der Adoleszens kommt es zu einem deutlichen Anstieg des Stresshormons Kortisol. Der Kortisolspiegel ist während der gesamten Jugendentwicklung deutlich höher als in der Welpenzeit oder als erwachsener Hund. Bestimmt haben Sie schon mal gehört oder selbst die Erfahrung gemacht: " Früher, wo er jung war, da war er wild, ungestüm, wollte seine Kräfte messen, aber jetzt ist er ruhiger." " Als Welpe fand er alle gut, aber als er in die "Pubertät" kam, da ging`s los."

 

Hormon- und Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Hormone beeinflussen die Auslöser bestimmten Verhaltens und setzen Reaktionsgrenzen auf bestimmte Auslöser herab und sind nicht nur geschlechtshormon-, sondern eben besonders auch stresshormonabhängig.

 

Daher ist es besonders wichtig darüber nachzudenken, ob es manchmal wirklich nötig ist, junge Hunde in bestimmte Situationen zu führen bzw. Hunde in Situationen zu führen, die in Frust enden.

 

In der Praxis heißt das: Was lernt ein Hund denn, wenn er sich in einer Junghundgruppe durch seinen gleichgeschlechtlichen Hundekumpels "rüpelt", um zu seiner pubertierenden Angebeten zu gelangen. Wie wichtig werden Sie ihm sein, wenn Sie dieses Verhalten immer wieder unterbrechen und überhaupt, wird es für ihn nicht besser sein, Sie lieber zu ignorieren. Schließlich ist bei Ihnen der Spaß zu Ende.

 

Ich möchte mal einen Vergleich zur Menschenwelt anstellen:

1.Beispiel:  16-Jährige Jugendliche werden sich selbst überlassen, mit einer                                       gelegentlichen Ansage durch Erwachsene.

 

2.Beispiel:  16-jährige Jugendliche beginnen eine Lehrausbildung. Sie lernen zusammen                       unter Anleitung Ihrer Arbeitskollegen

 

Sicher wird Ihnen das 2. Beispiel mehr zusagen und so kann eine Gemeinschaft zwischen Hunden, Menschen oder Hunden und Menschen doch nur funktionieren. Die praktische Umsetzung fällt uns dagegen oft schwerer, weil sie in der Vorbereitung aufwendiger ist und wir teilweise unangenehme Entscheidungen treffen müssen. Das heißt, ich muß mir vorher Gedanken machen. Ich denke, es macht Sinn,  sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob mein stürmischer Junghund, sich mit dem genauso stürmischen Hundekumpel aus Welpentagen wirklich treffen muß, macht das Sinn? Oder ob man lieber 4 erfahrene Hunde dazu organisiert oder sich lieber nur mit den erwachsenen Hunden trifft. Ihrem Hund fällt es evtl. viel leichter sich auf Sie zu konzentrieren, weil der Stresspegel nicht so hochgefahren ist, so das Sie und Ihr Hund auch mal "online" sein können?   

 

 

 

 

Viszla-Hündin "Hupfdohle" Ida, 7 Monate, wird von Weimeraner-Rüde Wotan, 3 Jahre, gestoppt, obwohl er dabei selbst befürchtet, das das wohl in einem Kinnhaken enden wird.  

 

 

 

"Hupfdohle" Ida tut das, was alle tun , ruhig und konzentriert auf Frauchen achten.

   

---------------------------------Das Junghundtraining------------------------------------------

 

...werden Sie bei mir vergeblich suchen, weil ich es aus vollster Überzeugung ablehne.

Die Natur lehrt uns, daß Generationen voneinander lernen müssen. Eine Trennung nach Altersklassen gibt bei sozial lebenden Tieren nicht, es ist eine Menschenidee, die zu erlerntem Fehlverhalten führt. Das heißt nicht, daß gleichaltrige Hunde nicht miteinander spielen sollten, daß ist sogar sehr wichtig, aber auf die Mischung kommt es eben an. Manche Charaktere fördern sich und andere sollte man erst mal getrennt unterrichten, wie der Lehrer in der Schule, der 2 beste Freunde erst mal auseinandersetzen muß.    

 

 

Denken Sie an Ihre eigene Jugendzeit oder sind Sie gerade in diesem Alter, werden Sie wissen, daß es nicht nur eine schöne, sondern auch einen schwere Zeit ist. 

Hunde und Menschen unterscheiden sich da nicht. Hunde haben es nur viel schwerer, weil Sie von uns Menschen abhängig sind und nur das lernen können, was wir ihrem Gehirn zu "fressen" geben. 

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